Kategorie-Archiv: Gedenkorte

Gedenkorte

Rom – der Anschlag in der Via Rasella

Vor 70 Jahren, am 23. März 1944 – dem 25. Jahrestag der Gründung von Mussolinis „Fasci di combattimento“, der berüchtigten faschistischen Kampfbünde – explodierten in Rom an der Kreuzung Via Rasella und Via del Boccaccio eine in einem Müllkarren verborgene Bombe und eine präparierte Mörsergranate. Durch diesen Anschlag wurden 33 der 156 Mann starken, mit Waffen im Anschlag täglich zur gleichen Zeit durch die Via Rasella marschierenden 11. Kompanie des III. Bataillons des Polizei-Regiments „Bozen“ getötet, 67 verwundet. Auch zwei Italiener kamen dabei ums Leben.

Via Rasella - die Einschusslöcher sind heute noch zu sehen - Foto: © Wolfram Mikuteit

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Erste Stolpersteine in Venedig

In Rom hat Gunter Demnig am 28. Januar 2010 die ersten italienischen Stolpersteine verlegt. Über 200 dieser kleinen, mit Messing überzogenen und in den Boden eingelassenen Gedenksteine, die an das Schicksal von Menschen erinnern sollen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden, gibt es mittlerweile in der italienischen Hauptstadt. Danach wurden auch in Genua, Brescia, Livorno, Ravenna, Prato bei Florenz, Sarezzo und Meran einige Stolpersteine – “Pietre d’Inciampo” – verlegt.Venedig - Relief des Bildhauers Arbit Blatas - Foto: © Wolfram Mikuteit

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Das neue Memoriale della Shoah in Mailand

Memoriale della Shoah Mailand - Foto: © Wolfram MikuteitDie Juden Mailands wurden ab November 1943 zunächst im Mailänder Gefängnis San Vittore inhaftiert und dann vom Hauptbahnhof aus in die Vernichtungslager deportiert. Bis Januar 1945 verließen ingesamt 15 Deportationszüge Mailand.

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Die Freiheit zum Greifen nah – Tragödie am Colle Galisia

Das tragische Schicksal der 41 Männer, die bei der Überquerung des Colle Galisia im November 1944 starben, gehört zur Geschichte der Resistenza im Valle Orco. Sie wachzuhalten, hat sich u. a. das Cà del Meist mit seiner permanenten Ausstellung auf die Fahnen geschrieben.

Lago Serrù, 2.278 m - links die Cima della Vacca, 3.186 m - und rechts der Colle Galisia, 2.987 m - Foto: © Wolfram Mikuteit

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Gedenken an deutschen Widerstandskämpfer im ehemaligen Folterkeller der Gestapo in Genua

Die Gestapo in der Casa dello Studente
Die Universität Genua ließ zwischen 1933 und 1935 die Casa dello Studente am Corso Aldo Gastaldi (damals: Corso Giulio Cesare) als Studentenwohnheim errichten. Kurz nach Fertigstellung wurde das 5-geschossige Gebäude von der Faschistischen Partei übernommen. Nach der Besetzung Genuas durch deutsche Truppen war die Casa dello Studente ab Mitte Oktober 1943 Sitz der Gestapo, war deren Verhör- und Folterzentrum unter Leitung von SS-Obersturmbannführer Friedrich Engel, dem SD- und Polizeichef von Genua, der in internationalen Medien auch als „Schlächter von Genua“ bezeichnet wird.

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