Brotaufstände in Rom unter deutscher Besatzung

Die Bevölkerung Roms hungerte im Frühjahr 1944. Elsa Morante schrieb dazu in ihrem Buch ‚La Storia‘:
In den letzten Monaten der deutschen Besatzung sah Rom allmählich wie gewisse indische Städte aus, wo nur die Geier sich sattfressen können und keine Bestandsaufnahme der Lebenden und der Toten mehr stattfindet“.

Brotaufstände in Rom - Gedenkstele für die 10 am 7. April 1944 ermordeten Frauen - Foto: © Wolfram Mikuteit

Gedenkstele für die 10 am 7. April 1944 ermordeten Frauen – Foto: © Wolfram Mikuteit

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Der Campo della Gloria in Turin

48 kubusförmige Marmorstelen mit den Namen von Opfern des Widerstands gegen die deutsche Besatzung aus der gesamten Provinz stellen das Zentrum des Campo della Gloria auf dem Zentralfriedhof von Turin dar. Gleich nach dem Krieg wurde diese eindrückliche Gedenkstätte auf Initiative von Nicola Grosa, Vize-Kommandeur der Zone III des piemontesischen Widerstands (Valli di Lanzo und Valle Orco), angelegt: Den Eingang markiert ein Gedenkstein mit einem Zitat von Thomas Mann aus dem Jahr 1954 „L’Avanguardia di una migliore Società umana“. Damals hatte Mann über die europäischen Widerstandsbewegungen geschrieben, dass sie mehr wollten als nur Widerstand zu leisten, sich als die „Avantgarde einer besseren menschlichen Gesellschaft“ empfanden. Das große Monumento al Partigiano Caduto hat der Bildhauer Umberto Mastroianni zusammen mit dem Architekten und Universalkünstler Carlo Mollino bereits 1945 geschaffen.

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Massaker an italienischen Zwangsarbeitern bei Treuenbrietzen im April 1945

Das mit schier unvorstellbarer Grausamkeit in der Nähe von Treuenbrietzen am 23. April 1945 verübte Endphaseverbrechen deutscher Soldaten an italienischen Zwangsarbeitern beschrieb der Historiker Gerhard Schreiber bereits 1990 in seinem Buch „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereichbereichs 1943 bis 1945. Verraten – Verachtet – Vergessen“.

Im Märkischen Sand

Im Märkischen Sand – Nella Sabbia del Brandeburgo. Von Katalin Ambrus, Nina Mair und Matthias Neumann.

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Ferragosto-Konzert 2015 bei Paraloup

Seit 1981 findet alljährlich am 15. August – zum Höhepunkt der italienischen Feriensaison – das ‚Concerto Sinfonico di Ferragosto‘ statt.
Damals wurde am Rifugio Quintino Sella unterhalb des Monviso eine Tradition begründet, die sich längst etabliert hat: jedes Jahr an einem anderen Ort spielt an diesem Tag das Orchestra Bartolomeo Bruni auf und zieht in aller Regel um die 10.000 Besucher zu einer Veranstaltung in die Berge, die auch vom italienischen Fernsehen RAI übertragen wird.

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Judenrettung in Assisi 1943/1944 – der „Assisi-Untergrund“

Alexander Ramatis Roman „Der Assisi Untergrund“ über ein geheimes Netzwerk, das in Assisi, dem Geburtsort des Hl. Franz von Assisi und der Hl. Klara, während der deutschen Besatzung Italiens mehreren Hundert Jüdinnen und Juden das Leben rettete, wurde 1985 mit Maximilian Schell verfilmt. Ramati (1920-2006) kam im Juni 1944 als Kriegsreporter mit dem 2. polnischen Korps unter General Władysław Anders mit den alliierten Truppen nach Assisi und ließ sich die Geschichte vor Ort erzählen. In sein Buch, wie auch in die spätere Hollywood-Verfilmung, flossen – wie bei Romanen nicht anders zu erwarten – auch einige fiktive Aspekte ein. Die lassen wir weg, wenn wir nachfolgend die Geschichte der Judenrettung in Assisi erzählen.

Assisi, Piazza del Comune - Foto: © Wolfram Mikuteit

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