Das römische Viertel Quadraro, ein „Wespennest“ für die deutschen Besatzer

Botschaftsrat Eitel Friedrich Moellhausen soll es gewesen sein, der als erster Quadraro als “Wespennest“ des Widerstands gegen die deutsche Besatzung bezeichnete.
Das sich zu beiden Seiten der Via Tuscolana erstreckende Arbeiterviertel im Südosten Roms war erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eines der vielen Borgate entstanden, in denen sich Menschen vor allem aus den ländlichen Gebieten des Mezzogiorno auf ihrer oft erfolglosen Suche nach Arbeit angesiedelt hatten. Während der deutschen Besatzung Roms waren hier neben der GAP (“Gruppi d’Azione Patriottica”) u.a. die sozialistische Brigata Matteotti, die dem Partito d’Azione nahestehende “Banda Il Lavoro” und Partisanen der Gruppe “Bandiera Rossa” aktiv. Daneben verübte eine Gruppe Jugendlicher um Giuseppe Albano (“il Gobbo del Quarticciolo”) in Robin-Hood-Manier Überfälle auf deutsche Lebensmitteldepots und diverse Sabotageakte. Nachdem diese Gruppe am 10. April 1944 in einer Trattoria auf der Via Tuscolana drei deutsche Soldaten getötet hatte, nahm das deutsche Oberkommando dies – nur 2 Wochen nach dem Massaker in den Ardeatinischen Höhlen – zum Anlass, das Quadraro auszuheben.

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Addio al Partigiano Ugo Berga

Am Sonntag, 23. September 2018, ist Ugo Berga gestorben. Und am Dienstag, 25. September 2018, wurde er auf dem Friedhof von Turin beigesetzt.

Im Juni 2011 nahm er sich in Bussoleno einen ganzen Nachmittag lang Zeit, um uns als Zeitzeuge von den Kämpfen gegen die deutsche Besatzung im Susatal zu berichten und unsere vielen Fragen zu beantworten. Dafür nochmals: Vielen Dank!

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Eine der größten Verkleidungsaktionen der italienischen Geschichte

Am 8. September 1943 um 19 Uhr 45 unterbrach der staatliche Rundfunk sein Programm, und Marschall Pietro Badoglio, seit der Absetzung Mussolinis am 25. Juli 1943 neuer Regierungschef, verlas folgende Erklärung:

Marshall Pietro Badoglio, seit der Absetzung Mussolinis am 25. Juli 1943 neuer Regierungschef, vorher verantwortlich für Giftgasbombardierungen Äthiopiens

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Die Lager des „Duce“ – Teil 2

Das KZ Le Fraschette südlich von Rom

Der in idyllischer Hügellandschaft liegende Weiler Le Fraschette bei Alatri war Ende 1941 zunächst als Standort für ein Kriegsgefangenenlager vorgesehen, dann aber als Campo di concentramento Fraschette di Alatri im Juli 1942 zur Internierung von mehreren Tausend Zivilisten in Betrieb genommen. Im unter der Leitung des italienischen Innenministeriums stehenden und von Carabinieri bewachten Lager wurden annähernd 200 Holzbaracken errichtet, in denen zunächst aus Libyen deportierte Anglo-Malteser untergebracht wurden.

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Die Lager des „Duce“ – Teil 1

Im Jahr 2003 behauptete der damalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi, dass es während der Zeit des italienischen Faschismus keine Konzentrationslager gegeben habe, Mussolini niemanden habe umbringen lassen und er Menschen lediglich auf Inseln wie Ponza und Ventotene in den „Urlaub“ geschickt hätte.

Die von der Geschichtsforschung längst widerlegte Behauptung, dass der Mussolini-Faschismus erst unter dem Einfluss des nationalsozialistischen Deutschlands aus dem Ruder gelaufen sei, die Mär vom „guten Italiener“ und „schlechten Deutschen, ist ein bekanntes Stereotyp und wurde von Berlusconi während seiner Regierungszeit intensiv bedient.

Dies hat eine verzerrte kollektive Erinnerung befördert, die sich auch im Umgang mit den Stätten ehemaliger Konzentrationslager des italienischen Faschismus manifestiert: Denn während in den – unter deutscher Besatzungsherrschaft nach der italienischen Kapitulation im September 1943 errichteten – Konzentrationslagern Risiera San Sabba in Triest, Fossoli und Bozen-Gries an deren Geschichte erinnert und der Opfer gedacht wird, sucht man nach Spuren der über 50 Konzentrationslager, die Mussolini ab 1940 errichten ließ, meist vergeblich.

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